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Jubiläumsweinprobe des Weltladens am 10.10.2015 im Marstall


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des Weltladen Heppenheim

Auf diesen Seiten finden Sie Adressen, Termine, Informationen und Links, die Ihnen weiterhelfen. Außerdem können sie hier viel über unseren Weltladen und dessen Produkte erfahren.


Wir empfehlen heute besonders:

Peru: Agropia (PE6) - Bio-Kartoffelchips aus nativen Kartoffelsorten

Knusprige Bio-Kartoffelchips aus traditionellen peruanischen bunten Kartoffelsorten in Naturland Fair-Qualität und weitere Köstlichkeiten finden Sie bei uns im Weltladen Heppenheim.

Die Kooperative Central de Productores Agropecuarios para la Industria Andina wurde 2008 gegründet und umfasst heute etwa 90 Mitgliedsfamilien in den Dörfern Pazos und Huaribamba in der südwestlichen Provinz Huancavellica, Peru.

 

Ziel ist es, die Lebensqualität der Mitglieder und ihrer Familien mit Hilfe des Anbaus traditioneller Kartoffelsorten dauerhaft zu verbessern. Einzigartig ist das besondere Augenmerk, das Agropia auf die Bewahrung und wirtschaftliche Nutzung fast ausgestorbener Kartoffelsorten legt, um damit die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.
Die in mehrere Gruppen aufgeteilten Kleinbauern unterhalten dabei jeweils eine eigene Saatgutbank mit etwa 100 verschiedenen Kartoffelsorten. Pro Sorte werden auf den kleinen Flächen der Mitglieder je 5-6 Pflanzen kultiviert um die verschiedenen Varietäten, die teilweise schon in der Inka-Zeit angebaut wurden, vor dem Aussterben zu bewahren. In Peru gibt es mehr als 400 verschiedene traditionelle Kartoffelsorten und Agropia leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, dieses kulturelle Erbe Perus für die ganze Welt zu bewahren.
Jedes Mitglied dokumentiert dazu alle Tätigkeiten  und Arbeitsschritte des eigenen Kartoffelanbaues um die so gemachten Erfahrungen auch neuen Mitgliedern, die zunächst eine einjährige Probezeit durchlaufen müssen, zugänglich zu machen.

Gut 400 verschiedene Sorten umfasst der Kartoffelreichtum, den die Mitglieder von Agropia auf ihren Landflächen in Höhenlagen zwischen 3.500 und 4.200 Meter kultivieren. Die Formen- und Farbenvielfalt der Jahrhunderte alten traditionellen Sorten ist enorm und reicht von weiß über gelb, blau orange, lila bis hin zu bunten Farbkombinationen.

In den Bio-Kartoffelchips der dwp eG Fairhandelsgenossenschaft werden blaue und rote Sorten wie die klangvolle Pumapamaquin ("Pumapfote") und Sumac Soncco ("schönes Herz") verarbeitet.

Die Mitgliedschaft bei Agropia bietet den Familien vielfältige Vorteile. Neben einem kontinuierlichen Absatz ihrer Kartoffeln zu fairen Erzeugerpreisen erhalten sie vielfältige Schulungen in den Bereichen biologischer Anbau, Diversifizierung und Naturschutz.  Verschiedene Bildungsprogramme, technische Unterstützung, Vorfinanzierung und Kleinkredite zu günstigen Zinsen sind weitere geschätzte Leistungen von Agropia. Die Förderung und Unterstützung von Frauen, die 37% der Mitglieder stellen, ist ein weiteres wichtiges Anliegen von Agropia. So sind auch leitende Positionen mit Frauen besetzt.

Die frisch geernteten Bio-Kartoffeln werden - unter strenger Aufsicht von Angestellten Agropias - in einem Vertragsunternehmen in Lima zu Chips verarbeitet. Beim Frittieren der Chips kommt das faire Bio-Palmöl der Natural Habitats Group (siehe unten) zum Einsatz.
Mit steigenden Verkaufszahlen und neuen Absatzmärkten in Europa hoffen die Verantwortlichen zukünftig alle Verarbeitungsschritte in eigener Hand bewerkstelligen zu können. Um diese ambitionierten Ziele umsetzen zu können arbeitet Agropia mit der Nichtregierungsorganisation CEDINCO zusammen, die die Kooperative beispielsweise in der Finanzverwaltung unterstützt. Die eigenständige Direktvermarktung der fertigen Kartoffelchips an dwp und andere Abnehmer des Fairen Handels kann Agropia bereits als wichtigen Erfolg im Bemühen um vollständige Unabhängigkeit für sich verbuchen.

Palmöl von der Natural Habitats Group/Ecuador
Das Unternehmen Natural Habitats in Ecuador hat sich ganz der Produktion und dem Vertrieb von Bioprodukten aus Fairem Handel verschrieben. Das, bei der Verarbeitung der Kartoffelchips von Agropia, verwendete Bio-Palmöl stammt von Kleinbauern, die von Natural Habitats in allen Fragen der biologischen und nachhaltigen Produktion geschult werden. Eigene Musterfarmen, in denen u.a. in den Bereichen Bewässerung, biologische Schädlingsbekämpfung, Kompostwirtschaft, Bodenverbesserung bei minimaler Bodenbearbeitung, Bio-Düngung u.v.m. experimentiert wird, dienen dabei als praktische Anschauungs- und Lernorte für die beteiligten Kleinbauern.
Die Produzentenfamilien haben mit Natural Habitats einen verlässlichen Abnehmer ihrer Bio-Palmölfrüchte gefunden, der ihnen festgelegte Mindestpreise gewährt, die über den regionalen Durchschnittswerten liegen. Neben den vielfältigen Angeboten zu allen Fragen des ökologischen Anbaus verschafft ihnen Natural Habitats Zugang zum internationalen Markt und vielfältigen sozialen Leistungen wie Krankenversicherung, Kleinkrediten und Kindertagesstätten in den jeweiligen Dörfern.

Wie kaum ein anderes Unternehmen ist sich Natural Habitats all den bekannten ökologischen und sozialen Problemen bewusst, die die konventionelle Palölproduktion oft mit sich bringt. Auf beeindruckende Weise zeigen die Verantwortlichen wie die Palmölproduktion bei gleichzeitiger Erhaltung einer intakten Natur möglich ist. Die Region im Nordwesten von Ecuador, in der die Früchte der Ölpalmen geerntet werden, ist eine von weltweit 10 Regionen mit der größten Artenvielfalt. Sie genießt auch durch den ecuadorianischen Gesetzgeber besonderen Schutz und alle Beteiligten, so auch die Kleinbauernfamilien, haben sich schriftlich zum Erhalt der einzigartigen Lebensräume verpflichtet.

Mit viel Engagement werden mögliche negative Einflüsse des Anbaus und der Produktion mit unabhängigen Experten analysiert und neue Lösungsstrategien ausgearbeitet, erprobt und fortwährend verbessert. Um Fossile Energieträger einzusparen werden z.B. die Felder der Kleinbauern wieder mit Maultieren und Ochsen, statt mit Traktoren bearbeitet. Regenwasser wird aufgefangen und nutzbar gemacht. Die Biodiversität auf den Flächen der Familien hat sich enorm vergrößert und mit Hilfe von Staudenpflanzen wird CO² im Boden gebunden.
Natural Habitats bekräftigt, dass für ihre gesamte Palölproduktion kein Wald gerodet wurde und wird. Im Gegenteil: Alle Anpflanzungen von neuen Ölpalmen finden auf brachliegenden Grasflächen statt und die Bäume tragen mit ihrer zusätzlichen Grünmasse so zum Klimaschutz bei. Auf allen von Natural Habitats erworbenen Landflächen (Brachland) werden 15% als natürliche Schutz – und Pufferzonen sich selbst überlassen.
Ergänzend zum eigenen Engagement werden1% der Erlöse von Natural Habitats in weitere soziale und ökologische Programme abgeführt.

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