Pixabay, Eveline de Bruin
Klimakonferenz in Glasgow

Handelsgerechtigkeit ist der Schlüssel

Der Klimawandel und seine Folgen betrifft den kompletten Planeten. Spätestens seit den verheerenden Überflutungen im Rheinland in diesem Sommer lässt sich nicht mehr leugnen, dass er auch in Deutschland angekommen ist. Mit Starkregen, Dürren und Stürmen bekommen viele Menschen im Globalen Süden ihn schon seit längerer Zeit wesentlich stärker zu spüren – und das, obwohl sie deutlich weniger zu seiner Entstehung beigetragen haben. Ein Phänomen, das als Klimaungerechtigkeit bezeichnet wird.

Für den Fairen Handel ist der Klimawandel daher schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Denn auch zahlreiche seiner Handelspartner sind bei der Produktion und Vermarktung ihrer Waren unmittelbar von seinen Folgen betroffen. Dementsprechend arbeitet der Faire Handel mit vielfältigen Instrumenten daran, zum einen möglichst klimaschonend zu wirtschaften und zum anderen seine Handelspartner bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen.

Vom 31. Oktober bis 12. November findet im schottischen Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz statt. Die bisher von den einzelnen Ländern eingeleiteten Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um die Klimaerwärmung auf die bei der Pariser Klimakonferenz 2015 vereinbarten 1,5 Grad zu begrenzen. Somit müssen in Glasgow weitergehende Maßnahmen beschlossen und Zusagen zur finanziellen Unterstützung von ökonomisch schwachen Ländern konkretisiert werden.

In einem gemeinsamen Papier fordern zahlreiche internationale Fair-Handels-Organisationen, Fairness in den Mittelpunkt der Klimaziele zu stellen. Denn aus ihrer Sicht kann es keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit geben. Als Beispiel führen sie existenzsichernde Löhne an, für die sich der Faire Handel einsetzt. Sie versetzen Produzent*innen in die Lage, umweltverträglich zu wirtschaften und in Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zu investieren. Eine Beibehaltung der bisherigen Machtstrukturen im Welthandel hingegen stünde dem entgegen.

… Im Kampf gegen den Klimawandel geht es im Wesentlichen um Menschenrechte und darum, Gerechtigkeit für diejenigen sicherzustellen, die unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden - verwundbare Gemeinschaften. … Für mich bedeutet Klimagerechtigkeit, die Menschen in den Mittelpunkt der Lösung zu stellen.

Portrait Mary Robinson, UN-Sonderbotschafterin für den Klimawandel Mary Robinson, UN-Sonderbotschafterin für den Klimawandel

Die Fair-Handels-Organisation GEPA - The Fair Trade Company hat mit europäischen Partnerorganisationen im Vorfeld der Klimakonferenz die Kampagne „Climate Justice – Let’s do it fair“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, „auf die Dringlichkeit von klimagerechtem Handeln für die Partnerorganisationen im Globalen Süden aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie der Faire Handel und alle Engagierten Teil der Lösung sein können.“

Social Media-Posts, ein Hintergrundpapier sowie verschiedene Videos der Kampagne weisen eindringlich auf die Relevanz des Themas für die Handelspartner im Globalen Süden hin. Sie enthalten die Forderung, bei der Bekämpfung des Klimawandels insbesondere die Bedürfnisse von Kleinproduzent*innen zu berücksichtigen. Mit einer Postkarten- bzw. Mailaktion an Frans Timmermanns, EU-Kommissar für Klimaschutz, hat jede*r die Möglichkeit, dieser Forderung Nachdruck zu verleihen.

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