Viele Weltläden haben geöffnet
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Corona-Krise

Viele Weltläden haben weiterhin geöffnet

Für alle kleinen Einzelhandelsgeschäfte haben Umsatzeinbußen gravierende Folgen - bis hin zur Insolvenz. Weltläden verkaufen allerdings fair gehandelte Produkte nicht nur zum Selbsterhalt. Das Ziel jedes einzelnen Weltladens ist es, Lebens- und Arbeitsbedingungen für Menschen in den Ländern des Globalen Südens zu verbessern. Denn noch immer produzieren Millionen von Menschen als Kleinbäuer*innen und/oder Arbeiter*innen zum Beispiel in Textilfabriken Waren unseres täglichen Bedarfs – vielfach unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Einkauf im Weltladen aktuell besonders wichtig

Wer durch seinen Einkauf (oder Spende bei Schließung) dazu beiträgt, dass der Weltladen vor Ort bestehen bleibt, schafft Einkommensmöglichkeiten für viele wirtschaftlich benachteiligte Menschen weltweit. Außerdem kann der Weltladen so weiterhin ein Ort der Begegnung, der politischen Veränderung und des außerschulischen Lernens sein.

Weltläden von der Corona-Krise stark getroffen

Weltläden in Deutschland sind vom neuen Corona-Virus stark beeinträchtigt. Denn viele ehrenamtliche Mitarbeitende gehören aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe. Das führt teilweise dazu, dass das Personal für den Verkauf knapp wird. Gleichzeitig tun viele Weltläden alles, um weiterhin öffnen zu können. Es kann aber sein, dass die Öffnungszeiten eingeschränkt werden müssen.

Falls der Laden aufgrund von Personalmangel oder auf Anweisung der Behörden schließen muss, kann es gut möglich sein, dass Kund*innen trotzdem fair gehandelte Produkte kaufen können. Einige Weltläden bieten Lieferdienste an, über die sie per Newsletter oder Aushang informieren.

Als Lebensmittelgeschäfte noch geöffnet

Der Weltladen-Dachverband geht derzeit davon aus, dass Weltläden als Lebensmittelgeschäfte gelten und somit von der Schließungsvorschrift ausgeschlossen sind. Denn Weltläden machen im Durchschnitt 60 Prozent ihres Umsatzes mit Lebensmitteln. Dazu gehören auch Grundnahrungsmittel wie Reis oder Nudeln.


In Deutschland gibt es jedoch keine bundeseinheitliche Regelung - zuständig sind die lokalen Behörden. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall, zu recherchieren, ob der lokale Weltladen geöffnet hat. Die meisten Weltläden haben eine eigene Website. Alle Weltläden in Deutschland sind auch im Weltladen-Finder aufgeführt.

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Warum in den Weltladen?

Fair gehandelte Produkte gibt es auch im Supermarkt. Das ist gut, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Doch warum sollte man dann in den Weltladen gehen? Weil Weltläden nicht nur fair gehandelte Produkte verkaufen wollen, sondern eine Vision von einer gerechteren Welt haben.

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Im Weltladen einkaufen, eine Veranstaltung besuchen oder eine Petitionskarte unterschreiben – klar. Doch Weltläden bieten mehr. Sie laden zum Mitmachen ein. Mehrere 10.000 Menschen engagieren sich - zumeist ehrenamtlich – in Weltläden und machen sie so zur größten entwicklungspolitischen Bewegung.

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