Motiv Fairer Aufbruch
TransFair/Katharina Kulakow
Aktionsaufruf #FairerAufbruch

Bundestagswahl 2021

Es braucht einen fairen Aufbruch nach der Bundestagswahl am 26. September 2021, denn die globalen Herausforderungen sind immens: Prekäre Arbeitsverhältnisse und soziale Ungleichheiten nehmen zu, die Klimakrise und die Umweltzerstörung schreiten voran. Trotz Nachhaltiger Entwicklungsziele ist kein echter sozial-ökologischer Wandel in Sicht. Wie wirksam der Beitrag Deutschlands beim Erreichen dieser Ziele in Zukunft sein wird, hängt maßgeblich davon ab, wie ernst die nächste Bundesregierung diese Herausforderungen nimmt.

Mit Blick auf die Bundestagswahl im September stellt die Fair-Handels-Bewegung die entscheidende Frage: Wie werden sich die Kandidat*innen für gerechtere globale Handelsstrukturen einsetzen, wenn sie gewählt werden?

Vernetzt euch innerhalb der Fairtrade-Towns, der Landesnetzwerke oder weiteren zivilgesellschaftlichen Bündnissen und findet gemeinsam heraus, ob und wie die Kandidat*innen die politischen Anliegen des Fairen Handels tatkräftig unterstützen wollen. Mit der Unterzeichnung unseres gemeinsamen „Fairsprechens“ können die Kandidat*innen sich öffentlich für einen fairen Aufbruch nach der Bundestagswahl aussprechen.

Um die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen, braucht es einen fairen Aufbruch, damit die Transformation zu einem sozial und ökologisch nachhaltigem Wirtschaften gelingt. Die Prinzipien des Fairen Handels können dafür als Richtschnur dienen.

Aus dem gemeinsamen Forderungspapier

Wie könnt ihr aktiv werden?

  1. 1.

    Recherche der Kandidat*innen

    Findet heraus, welche Kandidat*innen in eurem Wahlkreis für den Bundestag kandidieren. Sprecht insbesondere die aussichtsreichen Kandidat*innen an, die Fairen Handel als Teil einer offenen und solidarischen Gesellschaft unterstützen und demokratischen Werten nicht entgegenstehen.

  2. 2.

    Gespräch mit den Kandidat*innen - analog oder digital

    Nutzt für die Kontaktaufnahme gerne unsere Einladungsvorlage. Schickt bei der Einladung am besten schon die politischen Forderungen und auch das Fairsprechen mit und fragt sie, ob eine Unterzeichnun gewünscht ist. Für das Gespräch könnt ihr euch an einigen Leitfaden orientieren: „Teilen Sie die Vision des Fairen Handels? Wie werden Sie die Anliegen des Fairen Handels unterstützen? Was werden Sie konkret tun, wenn Sie gewählt werden?“ Nutzt hierfür gerne unseren Gesprächsleitfaden (siehe unten) und dokumentiert die Antworten.

  3. 3.

    Selbstverpflichtung der Kandidat*innen

    Bittet die Kandidat*innen, unser „Fairsprechen“ zu unterzeichnen. Damit bekennen sie sich öffentlich für einen fairen Aufbruch nach der Bundestagswahl. Das „Fairsprechen“ könnt ihr unten auf dieser Seite herunterladen und ausdrucken. Die Unterzeichnung ist kein Muss, sondern ein Angebot an die Politiker*innen. Sie können auch einzelne Forderungen ankreuzen.

  4. 4.

    Foto mit den Kandidat*innen

    Macht ein Foto von eurem Gespräch und den Kandidat*innen mit der Botschaft #Fairer Aufbruch. Nutzt hierfür entweder die Druckvorlage oder bestellt ein Schild mit dem Schriftzug #FairerAufbruch und dem Fairsprechen auf der Rückseite bei TransFair/Fairtrade Deutschland.

  5. 5.

    Kommunikation in den Sozialen Medien

    Veröffentlicht das Foto zusammen mit dem Hashtag #FairerAufbruch in den Sozialen Medien. Nutzt gerne auch die Sharepics für weitere Postings rund um die Aktion. Wir freuen uns, wenn ihr uns in eurem Beitrag verlinkt: Twitter: @fairtrade_DE, Facebook und Instagram: @fairtrade.deutschland @FFH.ForumFairerHandel @weltladendachverband.

  6. 6.

    Kontaktaufnahme mit uns

    Informiert uns im Nachgang über eure Gespräche und darüber, welche Kandidat*innen unsere Anliegen unterstützen. Am einfachsten für uns ist es, wenn ihr unsere Online-Umfrage bis spätestens 30. September 2021 ausfüllt. Gemeinsam werden wir – das Forum Fairer Handel, TransFair und der Weltladen-Dachverband – den uns übermittelten Kandidat*innen einen Begrüßungsbrief zur Wahl schicken und sie an ihr Fairsprechen erinnern.

Leitfaden für die Gespräche mit Kandidat*innen

Wichtige Unterlagen bereithalten: Fairsprechen, das gemeinsame Forderungspapier, Charta des Fairen Handels, Schild für gemeinsames Foto

  1. 1.

    Einstieg in das Gespräch

    • Wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit für ein Gespräch mit uns nehmen. Kennen Sie den Fairen Handel bereits?
    • Vision des Fairen Handels vorstellen (siehe Charta des Fairen Handels) und die lokale Arbeit
  2. 2.

    Fragen an die Kandidat*innen

    • Was ist Ihre Vision? Sehen Sie Überschneidungen zum Fairen Handel? Was motiviert Sie, für den Bundestag zu kandidieren?
    • Politische Anliegen des Fairen Handels vorstellen (siehe gemeinsames Forderungspapier und Fairsprechen)
    • Was davon unterstützen Sie? Für welche Maßnahmen würden Sie sich einsetzen, wenn Sie gewählt werden?
    • Würden Sie uns das auch offziell versprechen und sich öffentlich dazu bekennen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unser "Fairsprechen" unterzeichnen. Die Unterzeichnung des Fairsprechens ist kein Muss.
  3. 3.

    Abschluss

    Herzlichen Dank für den offenen Austausch. Wir wünschen Ihnen viel Energie und alles Gute für den Wahlkampf in den nächsten Wochen. Wir würden uns freuen, wenn wir noch ein gemeinsames Foto für die Sozialen Medien mir Ihrem Fairsprechen machen.

Falls ihr ausführlichere Tipps für die Kontaktaufnahme braucht, findet ihr Anregungen im Begleitheft zum Weltladentag 2017 auf den Seiten 19-22 und wissenswertes zur Bundestagswahl auf Seite 27. Alle genannten Dokumente findet ihr auch unten auf dieser Seite als Download.


Unsere gemeinsamen Forderungen zur Bundestagswahl 2021

Die Corona-Pandemie hat die Ungleichheiten im globalen Wirtschaftssystem und seinen internationalen Lieferketten offengelegt. Um die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen, braucht es einen fairen Aufbruch, damit die Transformation zu einem sozial und ökologisch nachhaltigem Wirtschaften gelingt. Die Prinzipien des Fairen Handels können dafür als Richtschnur dienen. Um diese in der Breite umzusetzen, braucht es strukturelle Veränderungen.

Gemeinsam fordern wir von der kommenden Bundesregierung:

  1. 1.

    Existenzsichernde Löhne und Einkommen weltweit fördern

    Faire Preise sind ein Grundprinzip des Fairen Handels, denn sie sind die Grundlage für ein existenzsicherndes Einkommen und damit für ein menschenwürdiges Leben. Existenzsichernde Einkommen und Löhne sollten dementsprechend als grundlegendes Menschenrecht anerkannt und weltweit durchgesetzt werden.

  2. 2.

    Menschenrechtliche Sorgfalt für Unternehmen auf nationaler, EU- und UN-Ebene wirksam und verbindlich durchsetzen

    Bei der Produktion von Gütern unseres täglichen Gebrauchs werden häufig grundlegende Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört. Der Faire Handel zeigt, wie Menschenrechte und Umweltbelange entlang globaler Lieferketten eingehalten werden können. Für einen wirksamen Schutz von Menschenrechten und der Umwelt muss ein ambitioniertes und geschlechtergerechtes Lieferkettengesetz gemäß der UN-Leitprinzipien in Deutschland umgesetzt werden und die Initiativen für Regelungen auf EU- und UN-Ebene aktiv unterstützt werden.

  3. 3.

    Handelspolitik fair gestalten

    Die Handelspolitik der Europäischen Union verfestigt häufig unfaire sowie sozial und ökologisch nicht nachhaltige Lieferketten. Der Faire Handel stellt Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt des Wirtschaftens. Deutschland sollte sich in der EU dafür stark machen, dass EU-Handelsabkommen die Stärkung von Menschenrechten sowie die Durchsetzung von hohen Umwelt- und Sozialstandards weltweit als primäres Ziel verfolgen. 

  4. 4.

    Globale Klimagerechtigkeit herstellen

    Die globale Erderwärmung könnte ohne rigorose Anpassungsmaßnahmen die landwirtschaftlichen Erträge bis 2050 weltweit um bis zu 30 Prozent verringern. Dies würde vor allem Kleinbäuer*innen hart treffen und Millionen Menschen im Globalen Süden unter die Armutsgrenze drängen. Handelsgerechtigkeit ist ein wichtiger Schritt, um Klimagerechtigkeit zu erreichen. Aus diesem Grund muss der Faire Handel als wichtiger Bestandteil von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien anerkannt und gefördert werden.

  5. 5.

    Soziale und ökologische Kriterien zum Standard bei der öffentlichen Beschaffung machen

    Die öffentliche Hand hat mir ihrer Kaufkraft einen enormen Hebel, um eine faire und ökologisch verträgliche Wirtschaftsweise zu fördern und sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Konjunkturpakete, öffentliche Beschaffung und Außenwirtschaftsförderung müssen nach ökologischen und fairen Kriterien ausgerichtet sein.

Alle Dokumente findet ihr unten auf dieser Seite als Download.

Kontakt:

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Stand: 01/2021

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