Gegen krumme Geschäfte und für mehr Fairen Handel braucht es endlich einen gesetzlichen Rahmen.
Weltladen-Dachverband/Forum Fairer Handel
Aktuelle Kampagne

Aktionen zum Weltladentag 2020

Die gute Nachricht zuerst: Die Unterstützung für ein Lieferkettengesetz in Deutschland wächst. Und daran waren die Weltläden womöglich nicht ganz unbeteiligt. Seit 2015 machen wir im Rahmen unserer politischen Kampagnen mit dem Forum Fairer Handel dafür Werbung.

Mit zahlreichen Aktionen in ganz Deutschland habt Ihr Bürger*innen und Politiker*innen darauf aufmerksam gemacht, dass Menschenrechte und Umweltstandards entlang globaler Lieferketten effektiv geschützt werden müssen. Nun erheben wir diese Stimme im Bündnis mit der Initiative Lieferkettengesetz, die im September 2019 gestartet ist.

Viel Bewegung in der Debatte um ein Lieferkettengesetz

Im vergangenen Winter haben sich sowohl die CDU als auch die SPD in Parteitagsbeschlüssen für gesetzliche Regelungen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in der Lieferkette ausgesprochen. Kurz darauf kündigte Bundesarbeitsminister Heil an, einen entsprechenden Gesetzesentwurf mit klaren Haftungsregeln zu erarbeiten.

Auch 50 deutsche Unternehmen – darunter nicht nur „übliche Verdächtige“ wie die GEPA, El Puente oder WeltPartner, sondern auch bekannte konventionelle Firmen wie Tchibo, Ritter Sport und KiK – haben sich inzwischen für ein Lieferkettengesetz ausgesprochen.

Aktionen für den Weltladentag 2020

Mit der Weltladentags-Kampagne 2020 wollen wir dem Lieferkettengesetz und unseren Forderungen noch mehr Druck verleihen und dafür sorgen, dass der Ankündigung von Bundesminister Heil konkrete Taten folgen. Dabei setzen wir auch in diesem Jahr auf kreative, witzige und vor allem vielfältige Aktionsideen.

Welche Aktion aus unserem mittlerweile großen Ideenpool zu euch passt, könnt ihr im Begleitheft zum Weltladentag 2020 herausfinden. Vielleicht könnt ihr auch gemeinsam mit anderen lokalen Gruppen aus dem Träger- und Unterstützerkreis der Initiative Lieferkettengesetz Aktionen umsetzen?

Der Faire Handel als Best Practice

Als Weltladen-Bewegung können wir dabei nicht nur eine Menge Aktionserfahrung, sondern auch praktische Erfahrungen einbringen, wie verantwortungsvolles Wirtschaftens funktioniert. Denn im Fairen Handel steht schon seit bald 50 Jahren der Mensch und nicht der Profit im Mittelpunkt. Weltläden und Fair-Handels-Unternehmen machen vor, wie verbindliche Regeln aussehen und funktionieren können.

Unser Ansatz darf nicht länger etwas Besonderes bleiben, sondern muss für alle global agierenden Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein. Wir sind es satt, mit moralischem Zeigefinger gegen das unverantwortliche Handeln vieler Konzerne anzutreten. Ein Lieferkettengesetz könnte das durchsetzen, was längst selbstverständlich sein müsste: Menschenrechte für alle Beteiligten!

Portrait Jens Klein, Geschäftsführung, Café Chavalo Jens Klein, Geschäftsführung, Café Chavalo

Seid ihr dabei und beteiligt euch mit einer Kampagnen-Aktion?

Ab sofort könnt ihr Kampagnen-Materialien über das Bestell-Formular bestellen. Alle Dateien findet ihr zudem als Vorschau am unteren Ende dieser Seite zum Herunterladen.

Wir hatten geplant, euch hier auch eine Muster-Pressemitteilung für den Weltladentag zur Verfügung zu stellen. Allerdings wollen wir nun abwarten, wie sich die Situation im April entwickelt.

Kontakt:

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Initiative Lieferkettengesetz

Aktuelle Kampagne

Mit kreativen Aktionen fordern Weltläden seit Jahren einen effektiven Schutz von Mensch und Umwelt in globalen Lieferketten. Der Faire Handel darf nicht länger die Ausnahme bleiben: Daher fordern sie im Bündnis mit 90 weiteren Organisationen ein Lieferkettengesetz.

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Zusammen mit 90 Organisationen setzen sich die Weltläden in der Initiative Lieferkettengesetz für eine Welt ein, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden – auch im Ausland. Denn freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung bisher nicht ausreichend nach.

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Die politische Kampagnenarbeit rund um den Weltladentag wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ und von der Europäischen Union.

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