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Kündigung von Mitarbeiter*innen

Mitarbeiter*innengespräche zu führen, auch wenn sie einen unangenehmen Anlass haben, bedeutet Verantwortung für den Laden, das Team und den*die Mitarbeiter*in zu übernehmen und nach Lösungen zu suchen. Dabei ist die Kündigung bzw. die Aufforderung, die Gruppe zu verlassen, das letzte Mittel. Es kann jedoch notwendig sein, eine "Kündigung" auszusprechen, wenn ein*e Mitarbeiter*in durch sein*ihr Verhalten zur Belastung für die ganze Gruppe wird und dadurch zu hohe Reibungsverluste entstehen.

Andererseits belastet eine Kündigung ein Team auch sehr und es kann zur Solidarisierung mit dem*r betroffenen Mitarbeiter*in kommen, die sich gegen den*die Vorgesetzte*n richtet. Wenn einer*m Ehrenamtlichen nahegelegt wird, seine*ihre Mitarbeit im Weltladen zu beenden, weil er*sie den Anforderungen nicht genügt, entsteht dadurch Druck auf die ganze Gruppe. Manche Teammitglieder identifizieren sich mit dem*der Mitarbeiter*in und fragen sich, ob sie selbst genügen und den Erwartungen entsprechen. Dies kann dazu führen, dass im Zuge einer solchen "Kündigung" weitere Mitarbeiter*innen von sich aus den Weltladen verlassen. Schaden und Nutzen einer "Kündigung" sollten also sorgfältig abgewogen werden.

Hauptamtliche im Weltladen geraten manchmal in die Situation, dass sich das Anforderungsprofil an ihre Stelle ändert. So waren sie z.B. zunächst im Einkauf und Ladendienst beschäftigt und sollen jetzt die Geschäftsführung übernehmen. Oder sie waren Bildungsreferent*in und sollen sich zukünftig um das Marketing des Weltladens kümmern. Es ist das legitime Interesse des Weltladens, seine Ziele und Prioritäten neu auszurichten. Allerdings besteht den angestellten Mitarbeiter*innen gegenüber eine besondere Sorgfaltspflicht. Die Mitarbeiter*innen sollten beim Neuzuschnitt ihrer Aufgaben beteiligt werden und durch Fortbildungsmöglichkeiten zur Ausübung der neuen Tätigkeiten befähigt werden. Sollte trotz intensiver Lösungssuche der*die Mitarbeiter*in die Veränderung nicht mittragen wollen, kann das ein Anlass für eine Kündigung sein. Mehr zur Kündigung eines Arbeitsverhältnisses.

Kündigungen gehen meistens gravierende Konflikte voraus. Nicht alle Konflikte können so gelöst werden, dass eine weitere Zusammenarbeit möglich ist. Auch eine faire Trennung ist eine mögliche Konfliktlösung. Bei der Klärung von Konflikten ist es häufig sinnvoll, sich durch eine Mediation Unterstützung zu holen. Am Besten nicht erst, wenn der Konflikt schon zur Katastrophe eskaliert ist, sondern vorher. Zudem ist es sinnvoll, wenn eine Konfliktschlichtung durch eine*n neutrale*n, von außen kommende*n Mediator*in durchgeführt wird. Versucht zum Beispiel der Vorstand in einem Konflikt zwischen zwei Hauptamtlichen zu vermitteln, kann es sehr leicht passieren, dass er selbst Teil des Konflikts wird.

Vor der Konfliktschlichtung gibt es jedoch noch viele weitere Interventionsmöglichkeiten, die es ermöglichen, Kritik zu äußern und Konflikten vorzubeugen. Dazu gehört im Wesentlichen das Feedback als Möglichkeit, konstruktive Kritik zu üben und das Kritikgespräch.


Quelle

DEAB – Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (2010): QualiFair Aufbaukurs Weltladen. Qualifikation für Fach- und Führungskräfte im Fairen Handel. Modul “Personalführung im Weltladen” (Birgit Lieber).

Quelle: Wiki-Artikel „Kündigung von Mitarbeiter*innen“ von Weltladen-Dachverband e.V. unter einer CC BY 4.0-Lizenz

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Stand: 06/2020

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