Kürzungen in Entwicklungszusammenarbeit stoppen
In einem eindringlichen Appell warnen VENRO (Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe), ONE und Global Citizen davor, dass geplante Kürzungen im Haushalt des Entwicklungsministeriums (BMZ) und im Etat des Auswärtigen Amts den Fortschritt in internationaler Zusammenarbeit untergraben. Sie rufen die Bundesregierung auf: Statt Investitionen zurückzufahren, braucht es Mut zur Verantwortung – für eine gerechte und solidarische Welt. Wir schließen uns dieser Forderung an.
Im Haushaltsentwurf für 2025 plant die Bundesregierung deutliche Einsparungen im Etat des BMZ sowie bei den Mitteln für humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt. Viele zivilgesellschaftliche Akteure sehen darin nicht nur einen Rückschritt, sondern ein echtes Risiko für aktuelle und zukünftige Erfolge in der Entwicklungszusammenarbeit.
Unterschreibe hier den Appell an die Bundesregierung!
Warum sind diese Kürzungen gefährlich?
Humanitäre Hilfe rettet Leben. In akuten Krisen liefert sie Überlebensnotwendiges wie Nahrung, sauberes Wasser, Schutz und medizinische Versorgung.
Entwicklungszusammenarbeit schafft langfristige Perspektiven. Dank jahrzehntelanger Investitionen haben sich etwa die globale Kindersterblichkeit halbiert und Polio ist nahezu ausgerottet.
Rückschritte gefährden das Vertrauen. „Radikale Kürzungen“ untergraben Vertrauen in internationale Zusammenarbeit und stellen die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 infrage.
Deutschland muss mit gutem Beispiel vorangehen. Es braucht eine klare politische Weichenstellung: Investieren statt abbauen – für eine nachhaltige und solidarische Zukunft.
VENRO und ONE fordern von der Bundesregierung, die geplanten Kürzungen:
sofort zu stoppen,
stattdessen das langfristige Engagement in Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe zu stärken und
weltweit Verantwortung zu übernehmen, indem Deutschland zu einer verlässlichen und solidarischen Partnerschaft einlädt.
Deutschland soll dabei mit gutem Beispiel vorangehen – denn globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam meistern.
Unterschreibe hier den Appell an die Bundesregierung!
Die Weltladen Bewegung steht für Fairen Handel, strukturelle Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung. Gerade in Zeiten globaler Krisen sind gezielte Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe unverzichtbar. Indem wir uns dem Aufruf anschließen, senden wir ein wichtiges Signal: Solidarität kennt keine Einsparung.
In einer Zeit, in der globale Herausforderungen wie Klimawandel und geopolitische Instabilität spürbar sind, darf Deutschland seine Verantwortung nicht hintenanstellen. Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe sind keine Luxusaufgaben – sie sind essentiell für eine gerechte Welt. Der Aufruf ist klar: Kürzungen stoppen, Verantwortung übernehmen, gemeinsam weitermachen.