Plakat-Motiv Weltladentag 2020
Weltladen-Dachverband/Forum Fairer Handel
Initiative Lieferkettengesetz

Kampagne zum Weltladentag 2020

Es ist längst überfällig: ein Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, Arbeits- und Menschenrechte weltweit einzuhalten. Die dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise zeigen, dass Menschen am Anfang globaler Lieferketten besser geschützt werden müssen. Die Weltläden nutzen den Weltladentag am 9. Mai 2020, um auf die Dringlichkeit eines Lieferkettengesetzes aufmerksam zu machen und für die Online-Petition der Initiative Lieferkettengesetz zu werben.

In einer Pressemitteilung zum Weltladentag fassen der Weltladen-Dachverband und das Forum Fairer Handel die wichtigsten Argumente zusammen.

Immer wieder gibt es Berichte von brennenden Fabriken, ausbeuterischer Kinderarbeit oder zerstörten Regenwäldern. Das zeigt: Freiwillig kommen deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Bundesregierung muss endlich einen gesetzlichen Rahmen schaffen, damit Unternehmen Ausbeutung und Umweltzerstörung nicht weiter in Kauf nehmen.

Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz

Kreative Aktionen am Weltladentag

Es ist ein Kernanliegen der Weltläden, die Ausbeutung von Mensch und Umwelt bei der Produktion von Alltagsgütern endlich zu stoppen. Am Weltladentag 2019 machten sie bereits mit vielen öffentlichen Aktionen auf die Problematik aufmerksam. Am 9. Mai 2020 - dem 25. Weltladentag - finden erneut Aktionen statt. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen voraussichtlich etwas anders als ursprünglich geplant. Lassen wir uns überraschen…

Der Faire Handel zeigt: Es ist möglich

Die Erfahrungen des Fairen Handels zeigen, dass es möglich ist, soziale und ökologische Verantwortung entlang globaler Lieferketten zu übernehmen. Doch damit stellen sie eine Ausnahme dar. Deshalb ist es an der Zeit, einheitliche Regeln für alle Unternehmen festzuschreiben.

Die Missachtung von Menschenrechten und Umweltstandards darf keinen Wettbewerbsvorteil mehr bieten. Unternehmen, die Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden entlang ihrer Lieferkette billigend in Kauf nehmen, müssen endlich dafür haften.

Im Fairen Handel tauschen wir uns regelmäßig mit unseren Handelspartnern aus und sprechen über Herausforderungen und ihre Lösungen.

Portrait Nina Labode, Info- und Grundsatz-Abteilung El Puente Nina Labode, Info- und Grundsatz-Abteilung El Puente

Was müsste ein wirksames Lieferkettengesetz beinhalten?

Im Februar 2020 hat die Initiative Lieferkettengesetz ein Rechtsgutachten veröffentlicht, das die notwendigen Anforderungen erläutert. Es zeigt: Ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist machbar – für Unternehmen genauso wie für den Gesetzgeber. Eine Kurz-Zusammenfassung bietet das Papier “Anforderungen an ein wirksames Lieferkettengesetz”.


Dieser Video-Clip erklärt's in Kürze:

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Initiative Lieferkettengesetz

Der Faire Handel als Best-Practice-Beispiel

Seit 50 Jahren zeigen Fair-Handels-Unternehmen, dass es möglich ist, Menschenrechte entlang globaler Lieferketten zu achten. Doch damit stellen sie weiterhin eine Ausnahme dar. Deshalb fordern der Weltladen-Dachverband und das Forum Fairer Handel ein Lieferkettengesetz.

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El Puente spricht sich für ein Lieferkettengesetz aus. Warum erklärt Nina Labode aus der Info- und Grundsatz-Abteilung. Sie gibt Einblick in die Lieferkette von Keramik von Sana Hastakala und erläuert, wie El Puente seiner menschenrechtlichen Sorgfaltpflicht nachkommt. Auch und vor allem in Krisenzeiten.

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Mit einer gemeinsamen Petition richtet sich die Initiative Lieferkettengesetz an Bundeskanzlerin Merkel. Ein Lieferkettengesetz soll dafür sorgen, dass Unternehmen Menschenrechte und Umweltstandards weltweit achten.

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Die politische Kampagnenarbeit rund um den Weltladentag wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ und von der Europäischen Union.

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