Bodenplakat-Aktion des Weltladen-Dachverbandes und des Weltladen Unterwegs in Mainz zum Weltladentag 2019
Weltladen-Dachverband/C. Albuschkat
Initiative Lieferkettengesetz

Aktuelle Kampagne

Es ist längst überfällig: ein Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, Arbeits- und Menschenrechte weltweit einzuhalten. Weltläden setzen sich seit Jahren für ein so genanntes Lieferkettengesetz ein. Der Weltladentag 2019 stand erneut in diesem Zeichen. Nun macht das breite Bündnis Initiative Lieferkettengesetz neue Hoffnung. Auch die Weltläden sind mit dabei. Sie werden auch den Weltladentag am 9. Mai 2020 wieder dazu nutzen, um für ein Lieferkettengesetz zu werben.

Immer wieder gibt es Berichte von brennenden Fabriken, ausbeuterischer Kinderarbeit oder zerstörten Regenwäldern. Das zeigt: Freiwillig kommen deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Bundesregierung muss endlich einen gesetzlichen Rahmen schaffen, damit Unternehmen Ausbeutung und Umweltzerstörung nicht weiter in Kauf nehmen.

Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz

Klingelnde Zustimmung und wandernde Bodenplakate

Weltläden setzen sich dafür ein, die Ausbeutung von Mensch und Umwelt bei der Produktion von Alltagsgütern endlich zu stoppen. 2019 machten sie zum Weltladentag am 11. Mai mit vielen öffentlichen Aktionen auf die Problematik aufmerksam.

Um möglichst viele Menschen darüber zu informieren, dass die Bundesregierung ein solches Gesetz erarbeiten soll, ist außerdem eine Bodenplakat-Serie durch Deutschland gereist. Ob auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund, im strömenden Regen in Mainz oder mit Besuch vom Instagram-Goethe in Weimar: Die Botschaften auf den Plakaten kamen gut an.


Video-Clip zur aktuellen Kampagne

Gemeinsam mehr erreichen!

Auch nach dem Weltladentag hören die Weltläden nicht auf, politischen Druck zu machen. Die Weltladen-Bewegung bringt sich ein in die Initiative Lieferkettengesetz, einem Zusammenschluss zahlreicher Organisationen mit einem gemeinsamen Ziel: Wir treten ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden – auch im Ausland.

Freiwillig, das ist längst klar, kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Daher fordert die Initiative - auch im Rahmen einer Petition - ein Lieferkettengesetz. Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen.

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Zusammen mit 90 Organisationen setzen sich die Weltläden in der Initiative Lieferkettengesetz für eine Welt ein, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden – auch im Ausland. Denn freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung bisher nicht ausreichend nach.

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Mit einer gemeinsamen Petition richtet sich die Initiative Lieferkettengesetz an Bundeskanzlerin Merkel. Ein Lieferkettengesetz soll dafür sorgen, dass Unternehmen Menschenrechte und Umweltstandards weltweit achten.

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"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt." Große Worte von Gandhi. Aber natürlich auch irgendwie wahr. Hier findest du ein paar aktuelle Ideen, wie du politisch aktiv werden kannst.

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Die politische Kampagnenarbeit rund um den Weltladentag wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ und von der Europäischen Union.

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