Die Pandemie stellt uns in unserer Bildungsarbeit vor einige Probleme. Die Angst vor einer Ansteckung und Maßnahmen zum Infektionsschutz machen Präsenzveranstaltungen schwierig. Orte, an denen bislang Möglichkeiten für Bildungsveranstaltungen des Globalen Lernens bestanden (vor allem Schulen), können derzeit kaum oder gar nicht von uns genutzt werden. Dabei stellt sich uns nun die Schwierigkeit, dass die Teilnehmer*innen nicht mehr in ihrem Alltag wie z.B. an der Schule aufgesucht werden können, sondern ganz neue Zugänge in der Bildungsarbeit (hier im Kontext des Globalen Lernens) geschaffen werden müssen. Fehlende Endgeräte oder Internetzugang erschweren die Situation zusätzlich.

Auch stellt sich die Frage, wie digitale Bildungsarbeit prinzipiell zu bewerten ist: Sowohl, was Fragen wie Datenschutz und Macht der Anwenderfirmen anbelangt, als auch, wie Lernprozesse auf digitalem Wege überhaupt gelingen können. Schließlich können Konzepte für Präsenzveranstaltungen nicht „einfach so“ in digitale Formate übertragen werden: Stattdessen müssen didaktische Überlegungen angestellt werden, wie die digitalen Möglichkeiten für Bildungsveranstaltungen genutzt werden können – und wie nicht.

Wir möchten die aktuellen Entwicklungen aufgreifen und gemeinsam die Chancen und Grenzen digitaler Bildungsarbeit diskutieren. Gleichzeitig ist die Veranstaltungsreihe ein erster Schritt in Richtung digitaler Bildungsarbeit, um neben Präsenzveranstaltungen auch den digitalen Raum für Globales Lernen nutzen zu können. Wir denken, dass Globales Lernen nicht auf die Zeit nach der Pandemie warten kann. Zudem zeichnet sich ab, dass die COVID-19-Pandemie langfristig Auswirkung auf uns und den Bildungsbereich haben wird.

Während wir uns in der Fortbildungsreihe zunächst mit allgemeinen Fragen zum Thema digitale Bildungsarbeit beschäftigen möchten, soll anschließend die Frage der Didaktik behandelt werden, um schließlich in einzelne Tools für die digitale Bildungsarbeit einzuführen. Dabei wollen wir uns auch immer wieder an Fragen und Problemen entlanghangeln, die wir eingangs sammeln und am Ende noch einmal abschließend auswerten werden. Ganz nebenbei lernen wir während der Veranstaltungsreihe die Möglichkeiten der digitalen Bildungsarbeit kennen, indem wir sie als Teilnehmer*innen „am eigenen Leib“ erfahren. Zuletzt soll das Gelernte in die Praxis übersetzt werden, indem die Konzeption und Durchführung der Abschlussveranstaltung von einer Person aus dem Teilnehmer*innen-Kreis übernommen wird.

Die Veranstaltungsreihe wird an fünf aufeinanderfolgenden Donnerstagen im September jeweils von 18 Uhr bis 20 Uhr digital stattfinden.

Insgesamt können 20 Personen daran teilnehmen. Das Eine Welt-Netzwerk Sachsen-Anhalt ist im Bereich des Globalen Lernens in Sachsen-Anhalt aktiv. Daher freuen uns besonders über Teilnehmer*innen, die Bildungsarbeit im Kontext des Globalen Lernens in Sachsen-Anhalt machen. Darüber hinaus sind aber alle zur Teilnahme eingeladen, die in der Bildungsarbeit aktiv sind und sich mehr mit digitaler Bildungsarbeit auseinandersetzen möchten.

Die Reihe ist darauf angelegt, dass die Teilnehmer*innen einen festen Kreis bilden, d.h. dass möglichst alle an allen Terminen teilnehmen sollen, um so einen kontinuierlichen Diskussionsprozess zu ermöglichen. Bei Teilnahme an allen Veranstaltungen der Reihe gibt es auch am Ende die Möglichkeit, ein Zertifikat für die Teilnahme zu erhalten.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Wenn ihr Interesse habt, an der Fortbildungsreihe teilzunehmen, meldet euch bitte bis zum 23. August verbindlich mit einer Email an bildungstage@einewelt-lsa.de an. Bitte vermerkt dabei, ob ihr aus Sachsen-Anhalt kommt und in welchem Kontext ihr Bildungsarbeit macht.

Es wird zudem die Möglichkeit geben, Dokumentationen der Sitzungen gegen ein geringes Entgelt zu erarbeiten. Falls ihr Interesse daran habt, schreibt das gerne mit in die Anmeldung.

Im Folgenden eine Übersicht über die einzelnen Termine und Veranstaltungen:

3. September, 18 Uhr: Auftakttreffen

In diesem ersten gemeinsamen Treffen wollen wir uns gegenseitig kennenlernen, Verabredungen für die Fortbildungsreihe treffen, uns von unseren Erfahrungen mit digitaler Bildungsarbeit (sowohl als Teilnehmer*innen, als auch als Durchführende) berichten und erste Fragen und Probleme identifizieren. Welche Herausforderungen stellen sich dem Teilnehmer*innenkreis mit ihren Themen an ihren Orten ganz konkret? An diesen Punkten möchten wir uns während den darauffolgenden Terminen immer wieder „entlanghangeln“ und sie gemeinsam bearbeiten.

10. September, 18 Uhr: Welche Chancen und Grenzen ergeben sich durch die Digitalisierung für unsere außerschulische Bildungspraxis?

Ausgehend von unserem eigenen Kontext wollen wir in diesem Workshop Erfahrungen austauschen und mit den Teilnehmenden kritisch diskutieren.

  • Wie können einerseits die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden, um (gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie) unsere Arbeit zielführend zu unterstützen und viele Menschen zu erreichen?
  • Wie werden wir uns andererseits unserer Verantwortung bewusst, um - auch im Sinne des Globalen Lernens - kritisch-konstruktiv nach den Folgen einer weitreichenden Einbindung digitaler Medien in unsere Bildungsarbeit zu fragen (Datenschutz, Macht der Anbieterfirmen, Anonymisierung, variierender Zugang und Kenntnis zur Nutzung digitaler Formate, etc.)?

Die kurzen Inputs der Referentinnen werden durch Austauschräume ergänzt, um euren Fragen und Erfahrungen genügend Raum zu geben.

Gundula Büker ist Referentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen sowie Fachpromotorin für Globales Lernen, Beratung und Qualifizierung in Baden-Württemberg. Sie ist zudem Teil des geschäftsführenden Vorstands des EPiZ Reutlingen.

Rocío Rueda Ortiz ist Dozentin an der Universidad Pedagógica Nacional in Bogotá und seit 2017 BtE-Referentin im EPiZ in Reutlingen bei dem Projekt /Chat der Welten/ und in der /Weltwerkstatt/.

Julienne Bank ist Mitarbeiterin der regionalen Bildungsstelle Baden-Württemberg „Bildung trifft Entwicklung“ des EPiZ Reutlingen.

17. September, 18 Uhr: Digitalisierung von Lernangeboten

Die Digitalisierung von Lernangeboten ist durch die Schulschließung während der Covid-19-Pandemie zu einem hochbrisanten Thema geworden. Viele Fragen tauchen auf. Zum einen sind es technische Fragen zu Software, Diensten und Datenschutz. Zum anderen sind es pädagogische Fragen: Mit welchem digitalen Lernangebot kann ich das gesetzte Lernziel erreichen? Wie kann ich den Lernfortschritt der Teilnehmer*innen online beobachten? usw.

Um aus der Menge an digitalen Lernmöglichkeiten, die aktuell angeboten werden, die passenden auszuwählen, erscheint die Konzentration gerade auf die pädagogischen Fragen entscheidend. Wichtig für den Einsatz digitaler Lerntools ist es, die Potentiale digitaler Tools auszuschöpfen ohne das Lernziel aus den Augen zu verlieren.

Anhand der digitalen Entwicklung im Projekt BlickpunktWelt soll im Online-Seminar ein konkreter Blended-Learning-Ansatz vorgestellt werden.

Dorit Weber-Liel ist Koordinatorin des Projektes BlickpunktWelt des Eine Welt Netzwerkes Thüringen sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie an der Universität Jena. 

24. September, 18 Uhr: Digitale Bildungsarbeit – Tools und Methoden

Was muss ich beachten, wenn ich Online-Bildungsarbeit gestalten möchte? Welche methodischen Ideen kann ich nutzen? Wie wähle ich gute und für mein Lernangebot passende Tools aus? Was sind best-of Tools, die sich unbedingt lohnen? Wie kann ich Angebote so teilen, dass andere sie möglichst gut nutzen können? In dem Workshop werden praxisorientiert Antworten auf diese und weitere Fragen vorgestellt. Es wird zudem Raum geben für Austausch und zum Ausprobieren. 

Nele Hirsch ist Bildungswissenschaftlerin mit dem Fokus auf digital-unterstützte Bildung. Sie arbeitet und bloggt in dem von ihr gegründeten eBildungslabor.

1. Oktober, 18 Uhr: Gemeinsame Auswertung

In dieser Abschlussrunde möchten wir uns noch einmal das Gelernte vergegenwärtigen und auf die in der Eingangssitzung identifizierten Fragestellungen zurückkommen. Außerdem wollen wir die Veranstaltungsreihe auswerten und überlegen, ob sich Ideen und weitere Überlegungen an die Reihe anschließen.

Diese letzte Veranstaltung wird von einer Person aus dem Teilnehmer*innenkreis durchgeführt, um das Gelernte direkt anwenden zu können.

Anmeldung & Veranstalter

Anmeldung:

Eine Welt-Netzwerk Sachsen-Anhalt

Veranstalter:

Eine Welt-Netzwerk Sachsen-Anhalt
www.einewelt-lsa.de/

Kosten:

Die Teilnahme ist kostenlos.

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