Der Preis bedeutet für uns zuerst einmal Anerkennung für viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit, insbesondere auch in Bildungsarbeit. Und wir erhoffen uns auch noch mehr Bekanntheit und Schwung für mehr Interesse am Fairen Handel allgemein und der zugrundeliegenden Einstellung, dass alle Menschen weltweit die gleichen Rechte auf ein würdiges Leben haben. Wir wollen das Bewusstsein stärken, dass jede und jeder von uns jeden Tag etwas für mehr Gerechtigkeit tun kann: zum einen beim Konsum auf faire Waren zu achten und zum anderen aber auch, bei menschenverachtenden, ausgrenzenden oder rassistischen Äußerungen zu reagieren, diese nicht hinzunehmen und klar Stellung zu beziehen.
1. Platz bei den Fairtrade Awards
Weltladen Remagen-Sinzig für Einsatz gegen Rassismus ausgezeichnet
Fairtrade/Tim Keweritsch
Der Fairtrade Award gilt als einer der wichtigsten Preise für Akteure des Fairen Handels. Die Verleihung fand in Berlin statt und Anke Engelke führte durch den Abend. Viele prominente Fürsprecher*innen zeigten Flagge für den Fairen Handel.
Fairtrade Tim Keweritsch
In der Kategorie „Gesellschaftliches Engagement“ bringt der Weltladen Remagen-Sinzig e.V. den Sieg nach Hause. Das Projekt „Gib Rassismus keine Chance“ des Weltladens verbindet Fairen Handel mit Bildungsarbeit und setzt sich aktiv gegen Diskriminierung im Alltag ein. Der Weltladen arbeitet mit Schulen, Jugendeinrichtungen und lokalen Initiativen zusammen und bringt Themen wie Rassismus, globale Ungleichheit und Kolonialgeschichte in den Alltag. Das Ziel: Menschen sensibilisieren und sie ermutigen, Haltung zu zeigen.
Fairtrade/Tim Keweritsch
In der Kategorie "Fair-Handels-Projekt" hat der Eine-Welt-Laden Amberg e.V. den 3. Platz für seine "Zukunftsakademie" erhalten. Die Jury zeigte sich begeistert von der Idee und hebt insbesondere das große Engagement der zahlreichen Bildungsreferent*innen hervor, die Schüler*innen in Vertretungsstunden Wissen über Fairen Handel, globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung vermitteln.
Bundesministerin würdigt Engagement
Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, plädierte in einem Grußwort für mehr Fairness im Welthandel. „Fairtrade zeigt eindrucksvoll: Die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Wirtschaft bewegt vieles. Fairer Handel bringt Menschen zusammen – vom Anbau bis zum Verkauf. Er zeigt, wie wir den weltweiten Handel gerechter und nachhaltiger machen können“, so die Bundesministerin.