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Standard-Vortrag zum Fairen Handel

Der Weltladen-Dachverband hat einen Standard-Vortrag (Power-Point-Präsentation) zum Fairen Handel entwickelt, der Weltläden diese Vortragstätigkeit erleichtern möchte. Dieser Vortrag ist per se kein Bildungsangebot, sondern mehr eine Informationsarbeit. Viele Weltläden erhalten immer wieder Anfragen, dass sie doch mal erzählen sollen, was der Faire Handel eigentlich bedeutet. Der Vortrag kann mit weiteren Methoden der Bildungsarbeit ergänzt werden, die eine eigene Meinungsbildung und einen Transfer in den Alltag ermöglichen. Damit wird eine Bildungsveranstaltung erschaffen. Der Standardvortrag eignet sich für Präsenzveranstaltungen und Online-Seminare. Er ist genau wie das Serviceregal Bildungssäule ein Teil der Basis-Bildungsarbeit und Intensiv-Bildungsarbeit von Weltläden.

Vortrag anregend gestalten

Diese Tipps helfen Weltläden dabei den Vortrag aufzulockern und anregend zu gestalten.

  • Die Vorlage des Vortrages auf die Zielgruppe anpassen. Vielleicht gibt es spezifische Interessen an einem Produkt oder an einem aktuellen Thema. Weltläden sind frei den Vortrag mit entsprechenden Informationen und eventuell auch Bildern und Texten in der Präsentation auszuschmücken.
  • Maximal 20 Minuten am Stück reden, danach sinkt die Aufnahmefähigkeit stark ab. Weltläden können mit einem Methodenwechsel arbeiten, zum Beispiel, dass sich die Sitznachbar*innen fünf Minuten lang über das Gehörte austauschen und anschließend Fragen stellen können. Eventuell kann der Vortrag nach einer solchen Aktivierungsphase fortgesetzt werden.
  • Die Gliederung des Vortrages deutlich machen. Am besten wird die Struktur so angebracht, dass sie während des gesamten Vortrags präsent bleibt (Flipchart/Pinnwand). Während des Vortrags kann sich der*die Referent*in immer wieder auf die Gliederung beziehen, um den Teilnehmenden das Zuhören zu erleichtern und sie auf den Gedankenweg mitzunehmen.
  • Damit die Botschaften bei den Zuhörer*innen gut ankommen, ist es hilfreich, wenn zwischendurch etwas Unerwartetes geschieht, sie verblüfft oder überrascht werden. Es sollten konkrete und klare Formulierungen verwendet werden, die mit Anekdoten, Sprichwörtern oder Zitaten ergänzt werden. Zitate und Verweise auf Forschungen oder Statistiken können zudem die Glaubwürdigkeit erhöhen. Wenn Gefühle bei den Zuhörenden geweckt werden, können sie sich später besser daran erinnern. Ähnlich ist es, wenn Geschichten eingeflochten sind. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass keine unbewussten Rassismen und Diskriminierungsmechanismen reproduziert werden. Mit einem Blick vorab auf die eigene Wortwahl und Annekdoten können diese Stolpersteine bewusster und leichter umgangen werden.
  • Für den Abschluss sollten einprägsame Worte gewählt werden, mit denen die Zuhörenden zum Nachdenken oder Lachen gebracht werden.

Aktivierende Methoden einbauen

Hier ein paar methodische Ideen für kurze Aktivierungen des Publikums, mit denen der Vortrag belebt werden kann. Sie helfen den Zuhörenden, das Gehörte besser zu verankern und schaffen eine Auflockerung durch die Interaktion.

Handzeichenabfrage

Die Handzeichenabfrage eignet sich als Zwischenabfrage im Vortrag, um Erfahrungen der Teilnehmenden zu sammeln und einzubauen. Solange die Abfrage nicht inflationär eingesetzt wird und die erste Frage so gestellt wird, dass möglichst viele Zuhörende die Hand heben, kann durch diese Methode schnell und einfach die Gruppe einbezogen und der Vortrag lebendig gestaltet werden.

Zurufliste

Hier werden Punkte für einen Aspekt durch Zurufe aus der Gruppe gesammelt und am Flipchart mitgeschrieben (beispielsweise rufen die Teilnehmenden die Kriterien des Fairen Handels, lateinamerikanische Produkte aus dem Weltladen, vom Verein im vergangenen Jahr durchgeführte Veranstaltungen, etc.).

Murmelgruppe

Hier tauschen sich die Teilnehmenden mit Nachbar*innen (2 – 3 Personen) zu einem Aspekt des Vortrags (Meinungen austauschen, Beispiele suchen, Fragen sammeln) für 3 – 5 Minuten aus.

„Radio Hamburg“ – eine Kurzumfrage

Bei der Kurzumfrage werden einige Teilnehmende mit erfundenem Mikrofon nach ihrer Meinung befragt (Warum sind Sie heute Abend hier? Was war bisher neu für Sie? etc.). Der*Die Referent*in sollte sich in die Rolle des*der Reporter*in hineinbegeben, um den Spaßfaktor zu heben und Redehemmung bei den Teilnehmenden abzubauen.

Quiz/Umfrage

Die Teilnehmenden bekommen drei verschiedenfarbige Moderationskarten und beantworten Multiple-Choice-Fragen, wobei jede Farbe für eine Antwortmöglichkeit steht (a, b, c). Die Teilnehmenden können auch Teams bilden und gemeinsam spielen.

Stand: Dezember 2020


Quelle

Weltladen-Dachverband (2018): Warum wissen meine Eltern das eigentlich nicht\?

Zum Weiterlesen

2020_WLDV_Präsentation_FH der Weltläden

Quelle: Wiki-Artikel „Standard-Vortrag zum Fairen Handel“ von Weltladen-Dachverband e.V. unter einer CC BY 4.0-Lizenz

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Stand: 01/2021

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