Reisbäuerin Sirimatri bei der Arbeit
GEPA - The Fair Trade Company / C. Nusch
Neues Kommunikationspaket

Welternährung

Hinter diesen Zahlen stehen Menschen – Frauen, Männer, Kinder, alte und junge Menschen, voller Träume, Wissen und Kompetenzen. Sie leben als Kleinbäuer*innen oder Hirt*innen auf dem Land oder versuchen, ihren Lebensunterhalt in immer weiterwachsenden Städten zu sichern. Besonders Menschen im südlichen Afrika und in Südostasien leiden unter Hunger. Dieser Hunger ist chronisch. Er bleibt und begleitet die Menschen jeden Tag. Kriege, Krisen und Naturkatastrophen verschärfen ihn punktuell weiter.

Hunger hat viele Gründe

Obwohl die Vereinten Nationen bereits 1948 das Recht auf Nahrung für jeden Menschen ausgerufen haben, ist die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit riesig. Die Gründe für Hunger und Mangelernährung auf der Welt sind vielfältig. Zu den Hauptfaktoren zählen der umfangreiche Anbau von Nahrungsmitteln für die Tierfutterindustrie sowie die Treibstoff- und Energieversorgung, die Lebensmittelverschwendung, das Spekulieren mit Nahrungsmitteln an internationalen Börsen sowie das Zerstören lokaler Märkte durch den Import billiger Lebensmittel.

Die Vision, dass Ertragssteigerung durch die industrielle Agrarlandwirtschaft mit Monokulturen, chemischen Düngern und Pestiziden sowie genverändertem Saatgut der einzige und richtige Weg sei, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, hat sich nicht bewahrheitet. Sie dient in erster Linie dem Profit für internationale Unternehmen und Investoren. Menschen hingegen geraten durch höhere Preise für Lebensmittel und die Abhängigkeit von Saatgut und Pestiziden nur noch mehr in die Spirale von Hunger und Armut.

Ohne eine kleinbäuerliche ökologische Landwirtschaft können wir die Klimaänderungen nicht aufhalten. Was wir essen, wie wir die Lebensmittel anbauen und wie wir sie verteilen, wird darüber entscheiden, ob die Menschheit überlebt oder ob sie sich selbst und andere Arten zum Untergang verurteilt.

Portrait Dr. Vandana Shiva, Trägerin alternativer Nobelpreis und Gründerin der indischen Kleinbäuer*innen-Organisation Navdanya Dr. Vandana Shiva, Trägerin alternativer Nobelpreis und Gründerin der indischen Kleinbäuer*innen-Organisation Navdanya

Ernährungssicherheit: Wo muss der Weg hingehen?

Bereits heute werden genügend essbare Pflanzen angebaut, um den täglichen Bedarf an Kilokalorien eines jeden Menschen weltweit zu decken. Die vorhandenen Ressourcen müssten jedoch primär für die menschliche Ernährung anstelle von Tierfutter und Agrartreibstoffen verwendet werden. Und sie müssen vor allem gerecht verteilt werden. Menschen müssen sich Lebensmittel leisten können. Die Politik muss sich dafür stark machen und verbindliche Rechtsgrundlagen schaffen. Damit wären wir dem Ziel, den Hunger einzudämmen und das Recht auf Nahrung zu sichern, einen großen Schritt näher.

Der Faire Handel leistet einen wichtigen Beitrag, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Er setzt auf eine nachhaltige kleinbäuerliche Landwirtschaft, unterbindet ausbeuterische Verhältnisse in der Landwirtschaft, fördert Frauen und macht sich gemeinsam mit anderen Organisationen für weltweite gesetzliche Rahmenbedingungen stark, die die Ernährungssicherheit fördern.

Das Kommunikationspaket „Welternährung“ enthält vielfältige Materialien, die für eure Kundenkommunikation gut aufbereitet und leicht einsetzbar sind. Lernt die indische Kleinbäuer*innen-Organisation Navdanya kennen, die unter anderem Basmati-Reis produziert. Sie setzt sich für Saatenvielfalt, klimaresistente Reissorten und Frauenförderung ein. Gemeinsam mit anderen Fair-Handels-Partnern kämpfen sie gegen Patente für genverändertes Saatgut.

Hülsenfrüchte sind ein wichtiger Baustein, um die Welt zu ernähren. Sie erhalten viel Eiweiß, sind haltbar und machen lange satt. Erfahrt mehr über die Organisation Fair Trade Lebanon & Tourism. Mit ihrem nachhaltigen Anbau von Kichererbsen, Linsen und Bohnen kämpft sie gegen die Wüstenbildung in der Region an. Sie schafft Arbeitsplätze für Kleinbäuer*innen, verhindert Landflucht und bekämpft Armut. Teilt fertige Posts mit Bildern in den Sozialen Medien und verbreitet den Podcast fairtont. #24 oder sucht euch eine von vielen vorgeschlagenen Aktionsideen für euren Weltladen aus.

Materialien für Weltläden

Dieses Kommunikationspaket enthält Materialien, mit denen Weltläden das Thema Welternährung an ihre Kund*innen kommunizieren können – sowohl im Laden als auch über Social Media und klassische Medien. Folgende Materialien findet ihr unten zum Herunterladen:

    • Hintergrundinformation: Welternährung
    • Kurzprofil: Indische Kleinbäuer*innen-Organisation Navdanya (Basmati-Reis)
    • Kurzprofil: Libanesische Fair-Handels-Organisation Fair Trade Lebanon & Tourism (Hülsenfrüchte)
    • Interview mit Jean Ziegler im Kundenmagazin WELTLADEN Fair Einkaufen, Frühjahrsausgabe 2018
    • Poster Welternährung am Beispiel Reis und Linsen
    • Aufsteller Welternährung am Beispiel Reis und Linsen
    • Sharepics für Soziale Medien (Facebook und Instagram)
    • Muster-Newsletter- und Webseitenartikel mit Fotos zum Herunterladen
    • Muster-Pressemitteilung
    • Bildmaterial
    • Fairtont. Der Weltladen-Podcast Folge #24 Vom Acker auf den Teller - Welternährung auf der BUGA 2023 in Mannheim
    • Zusätzliche Aktionsideen für Weltläden: Welternährung

Kontakt:

Die Erstellung dieses Kommunikationspaketes wurde gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie.

CC BY 4.0-Lizenz

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Stand: 10/2022

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